Echo aus Mazedonien

Motivierende und nachhaltig Hilfe

Im Sommer 2011 empfing die Stiftung swisscor 77 Mädchen und Buben aus Mazedonien in der Schweiz. Die Tage im medizinischen Camp klingen im Alltag der Kinder noch heute nach.

 

Wertvolle Erinnerungen, lehrreiche Erfahrungen und einmalige Erlebnisse – das haben die Kinder aus Mazedonien in ihren Herzen und Gedanken mit zurück in ihre Heimat genommen. Die Rückmeldungen zum medizinischen Camp 2011 sind erfreulich und zeigen, dass das Engagement von swisscor auch acht Monate später immer noch wirkt. «Der Aufenthalt in der Schweiz hat bei den Kindern einen tiefen und nachhaltigen Eindruck hinterlassen», so Vladimir Vukelic vom Roten Kreuz in Mazedonien in einem Schreiben an die Stiftung. Dazu zählen nicht nur die medizinischen Behandlungen, die allesamt als «hervorragend» und «auf hohem Niveau» gelobt werden, sondern auch kleine, alltägliche Dinge: In einigen Heimen machen die Kinder noch heute Spiele, die sie in der Schweiz zum ersten Mal sahen. Auch in vielen anderen Bereichen greifen die Mädchen und Buben immer wieder auf die neu gewonnen Erfahrungen zurück. «Vor allem bei den Roma-Kindern bemerken wir eine anhaltende, positive Auswirkung punkto Hygiene und Moral.»
Die insgesamt 77 Mädchen und Buben zwischen 9 und 13 Jahren verbrachten letzten Sommer zwei Wochen im Rekrutierungszentrum der Armee in Mels SG. Sie stammten aus sieben verschiedenen Heimen, verstreut über das ganze zweisprachige Land (Mazedonisch und Albanisch). Dort leben sie in ärmsten Verhältnissen, sind verwaist oder von ihren Eltern verlassen worden.

Nur wer sich versteht, versteht sich
Die Stiftung swisscor
sorgte dafür, dass die Kinder in der Schweiz medizinisch umfassend behandelt wurden (Probleme mit Augen, Gehör und Zähnen, Anpassen von Brillen, Korsetts, orthopädischen Schuhen und Rollstühlen). Parallel dazu bot das Camp die Möglichkeit, dass sich die Mädchen und Buben mittels pädagogischen und spielerischen Mitteln gegenseitig kennen lernen und austauschen konnten. 15 Freiwillige der Jugend-Rotkreuz-Bewegung waren mit dieser Aufgabe betraut. «Für viele bedeuteten diese Ausflüge, Workshops und Sportspiele der Höhepunkt des Programms», weiss Rot-Kreuz-Mann Vukelic. Und auch die Freude am Büffeln sei dadurch in vielen Kindern geweckt worden. «Sie sind noch immer inspiriert und begeistert, neue Sprachen zu lernen, damit sie sich gegenseitig überhaupt verstehen.» Bis heute pflegen einige Mädchen und Buben über die Internetplattform Facebook Kontakt zueinander.
Gutes wissen auch die Betreuer eines Roma-Zentrums zu berichten. Zwei Familien, deren Kinder im Camp in der Schweiz waren, haben die Stätte für Obdachlose verlassen. Die Eltern wollen ihr Leben wieder selber gestalten, Verantwortung übernehmen und so für eine bessere Zukunft ihrer Kinder kämpfen.


Das E-Mail von Vladimir Vukelic in Englisch