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Vorbereitungen für das Camp 2012

Freiwillige im Einsatz


Ohne die Mitarbeit vieler Freiwilligen wäre die Durchführung des swisscor-Camps undenkbar. Medizinische Fachpersonen, Jugendliche des Roten Kreuzes sowie weitere ehrenamtliche Betreuer helfen diesen Sommer mit, 80 Mädchen und Buben aus Moldawien zu behandeln, zu betreuen und zu unterhalten.

Die Vorbereitungen für das medizinische swisscor-Camp vom 26. Juli bis 9. August 2012 sind in der Schweiz wie auch in Moldawien weit fortgeschritten. Das Programm für die zwei Wochen im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen AR steht, die Formalitäten für Pässe und Visa sind im Gang, die Ausflüge werden organisiert. Beatrice Magnin, swisscor-Stiftungsrätin und Camp-Leiterin zeigt sich zufrieden: «Dank dem Engagement vieler Freiwilliger, die mit Enthusiasmus am Werk sind, sind wir gut vorbereitet. Und wir alle hoffen, den Kindern unvergessliche Tage in der Schweiz bieten zu können.»

 

Besiegeln. Camp-Leiterin Beatrice Magnin
schliesst mit allen Betreuern aus Moldawien
eine Vereinbarung ab – hier mit Maxim Ghetivu.
 


Die 80 Mädchen und Buben, die im Sommer in die Schweiz reisen, stammen aus sieben verschiedenen Heimen in Moldawien. Sie leben in grosser Armut, sind Waisen oder wurden von ihren Eltern verlassen. Begleitet werden die Kinder von Betreuern aus ihren Heimen, die sie bestens kennen. Diese 17 Frauen und Männer trafen sich im Mai in Moldawiens Hauptstadt Chisinau zu einem swisscor-Seminar, um sich auf das Camp vorzubereiten. Dabei erhielten sie von einer Delegation des Stiftungsrates wichtige und praktische Informationen: Wie spielt sich der Alltag im Camp ab? Was gehört zu ihren Aufgaben? Und welche Infrastruktur werden sie in Trogen antreffen?

Moldawiens Vize-Erziehungsministerin Tatiana Poting besuchte das Seminar und zeigte sich von der Arbeit der Stiftung swisscor begeistert. Sie ist überzeugt: «Die Kinder werden von den zwei Wochen in der Schweiz enorm profitieren können.»

 


Besuchen. Vize-Erziehungsministerin Tatiana Poting kam mit ihrer Tochter ins
swisscor-Seminar und hielt eine kurze Ansprache.


Auf den Zahn fühlen
Jedes Kind wird in der Schweiz umfassend medizinisch untersucht und wenn nötig behandelt – dazu stehen entsprechende Fachpersonen unentgeltlich im Einsatz. Einer von ihnen ist Zahnarzt Joe Guindy aus Meilen ZH, der seit sieben Jahren mit viel Herzblut bei den swisscor-Camps als Freiwilliger mitmacht. «Wenn ein Kind am Tisch sitzt und ohne Schmerzen essen kann, dann denke ich immer: Heute habe wir etwas Gutes gemacht», sagt er.
Am Anfang seines Engagements stand eine zufällige Begegnung an einem Kongress mit alt Bundesrat und swisscor-Gründer Adolf Ogi. Dieser erzählte ihm von der Arbeit seiner Stiftung, und dass er Zahnärzte suche. «Ich habe mich sofort als Freiwilliger gemeldet. Denn ich habe ein gutes Leben, und will etwas zurückgeben.»


Jugendliche als Betreuer
Rund ein Dutzend Jugendliche des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) organisieren diverse Sport- und Freizeitaktivitäten für die Kinder. «Wir haben zum swisscor-Camp viele positive Rückmeldungen von unseren Freiwilligen erhalten», sagt Wim Nellestein, SRK-Mitarbeiter Kompetenzzentrum Jugend. Deren Motivation ist sehr unterschiedlich, reicht von «Erfahrungen sammeln» über «fürs Leben lernen» bis hin zu «zusammen Spass haben». Gemeinsam etwas Aussergewöhnliches erleben und unternehmen – «schliesslich prägt die Kindheit fürs Leben!»

Im Kinderdorf Pestalozzi wohnen die Kinder in insgesamt vier Häusern. Zwei Frauen und zwei Männer engagieren sich während des Camps als Hausverantwortliche – natürlich ehrenamtlich. Wie übrigens auch der ganze swisscor-Stiftungsrat unentgeltlich arbeitet. Weiter steuern diverse Firmen Material wie Lebensmittel und Kleider bei, Freiwillige helfen bei der Betreuung vor Ort. Sie alle verfolgen das gleiche Ziel: Den 80 Mädchen und Buben zwei unvergessliche Wochen im swisscor-Camp zu ermöglichen.

 

 

Begutachten. In Gruppenarbeiten erläuterten die Betreuer beispielsweise, mit welchen
Erwartungen sie in die Schweiz reisen.