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Organisation

Das medizinische Camp von swisscor – eine kleine Geschichte über eine grosse und komplexe Vorbereitung

Mehr als ein Jahr vor dem ersten medizinischen swisscor-Camp entschieden sich der Stiftungsrat und das Patronateskomitee für ein Land, in dem Kinder aufgrund eines Konflikts oder nach einem Krieg keine medizinische Betreuung erhalten. Die eigene Präsenz in diesem Land, eine Schweizer Botschaft und ein Schweizer Kooperationsbüro DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) sind nötig, um die Genehmigungen von den Behörden zu erhalten. Und um die wichtige Vorbereitungs-Phase des medizinischen Camps  gewährleisten zu können.

Im Februar reist eine Delegation der Stiftung swisscor ins ausgewählte Land, um Abklärungen zu treffen. Erste Kontakte können so geknüpft und ein Klima des Vertrauens mit dem zuständigen Ministerium geschaffen werden. Die Delegation informiert die Schweizer Botschaft und das  Schweizer Kooperationsbüro über Ziele und Modalitäten des medizinischen Camps.

swisscor besucht verschiedene Schulen und Institutionen, stellt den zuständigen Direktoren das Projekt vor und gibt eine Dokumentation in deren Landessprache ab. Die Stiftungsräte treffen und informieren auch potenzielle Betreuer, die die Kinder ins Camp begleiten werden. Dabei begegnen sie manchmal auch den Kindern selber und deren Angehörigen. Um die medizinischen Einsätze in der Schweiz planen zu können, erhebt der mitgereiste swisscor-Arzt die gesundheitlichen Probleme der Kinder mit Therapeuten oder örtlichen Medizinern.

Eine reiche Palette an verschiedenen administrativen Aufgaben wartet nun auf die Verantwortlichen von swisscor: medizinische Unterlagen auswerten, spezielle Konsultationen in Spitälern planen, Visa und Pässe organisieren, das Camp-Programm ausarbeiten, Führungen und Veranstaltungen arrangieren, Ärzte, Zahnärzte und anderen Freiwillige anwerben, den Flug in die Schweiz und das Betreuen der Kinder einfädeln, finanzielle Unterstützung suchen, für Sachleistungen anfragen, das Budget im Griff behalten, die Medien informieren und den Begegnungs-Tag planen.

Und dann endlich: Das Camp startet! Das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Kulturen ist eine besondere Herausforderung. Und Multi-Tasking ist für die Koordination unentbehrlich: Pädagogen, Begleiter, Mitarbeiter von swisscor (Zivildienst, Freiwillige und private Organisationen), Ärzte, Zahnärzte, Köche, Fahrer und viele andere – sie alle sind da. Zwei Wochen lang stehen sie im Einsatz für 80 Jungen und Mädchen. Die Kinder erhalten die Behandlung und Pflege, die sie benötigen und entdecken gleichzeitig, wie sie gemeinsam in Frieden zusammenleben können. Dank der Stiftung swisscor, ihrern grosszügigen Spendern und begeisterten Freiwilligen.

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Die swisscor-Camps der Jahre 2000 bis 2011 finden Sie unter "Archiv".

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